Angesichts der Schuldenkrise der Staaten und der vergangenen Krise durch die Pleite der amerikanischen Bank Lehmann Brothers machen sich viele Menschen Gedanken um die Sicherheit ihres Vermögens. Besonders gefährdet wird das in Bargeld vorhandene oder angelegte Vermögen eingeschätzt. Es ist einer ständigen Wertminderung durch die Inflation ausgesetzt und verliert damit ständig an Kaufkraft. Damit wenigstens diese Kaufkraft erhalten bleibt, muss Geld mit einer Aussicht auf einen Zinsgewinn oder eine sonstige Rendite angelegt werden. Dabei bieten sich mehrere verschiedene Möglichkeiten an, die jeweils ein unterschiedliches Risiko für den Verlust von Vermögensteilen oder sogar der gesamten Summe aufweisen. Viele Anleger möchten ihr mühsam erspartes Geld daher nur in eine möglichst sichere Geldanlage investieren und jegliches Risiko vermeiden. Dabei gibt es jedoch einige Fallstricke und Mythen zu beachten.

Rendite und Risiko hängen eng miteinander zusammen

Um einen Inflationsausgleich zu erwirtschaften, muss das Geld für irgendwelche Zwecke wirtschaftlich eingesetzt werden. Dabei besteht immer die Gefahr eines Fehlschlages der Investition. Hohe Renditen sind nur mit dem Eingehen erhöhter Risiken zu erzielen. Je geringer die Risikobereitschaft eines Anlegers ist, desto geringer wird seine Verzinsung ausfallen. Die Geldanlage können Anleger Profis überlassen und sich mit einer geringen fest vereinbarten Verzinsung bescheiden. Die Profis der Bankinstitute arbeiten mit dem angelegten Geld auf dem Kapitalmarkt und übernehmen für den Anleger ein gewisses Anlagerisiko. Dafür streichen sie die Differenz zwischen der vereinbarten Verzinsung der Geldanlage und dem tatsächlich erzielten Ergebnis als Gewinn ein. Anlegern werden oft klassische Anlagen wie Immobilien oder Gold als sichere Geldanlage offeriert. Doch ist hier eher Vorsicht geboten

Vermeintlich risikofreie Anlagen

Edelmetalle oder Immobilien sind zwar Sachwerte, sie unterliegen jedoch Wertschwankungen. Damit haben sie je nach Marktlage eine Chance zur Wertsteigerung oder -verminderung. Sie sind daher genau so risikoreich wie Aktien zu bewerten. Als sichere Geldanlagen sind sie traditionell beliebt. In schlechten Wirtschaftslagen steigen die Goldpreise regelmäßig stark an. Eine sichere Geldanlage in Gold wäre daher nur antizyklisch möglich. Dabei würde noch immer das Restrisiko der nächsten Krise bestehen, von der man weder Zeitpunkt noch Ausmaß kennt. Jeder Anleger sollte sich bei Edelmetallen und Immobilien daher vor einer Investition über seine eigene Vorstellung von Risiko machen und die damit erzielbaren Verbesserungen der eigenen Situation. Gold kann zum Beispiel nur im Safe liegen, während eine eigene Immobilie die bisherige Mietzahlung einspart und somit sehr rentabel sein kann.

Sichere Anlageformen für Geldbeträge

Beliebt als sichere Form der Geldanlage sind Tages- und Festgeldkonten. Mit ihnen lässt sich die jeweils herrschende Inflation ausgleichen und in einigen Fällen sogar ein kleiner Wertzuwachs erreichen. Die Einlagen sind durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds in der Regel bis zu 100.000 Euro gegen Insolvenz der Bank geschützt. Auch diese Sicherheit ist jedoch nicht absolut. Gesetzlich geregelt ist nicht die Verpflichtung zur Entschädigung sondern die Existenz des Einlagensicherungsfonds und welche Institute dort Mitglied sein müssen. Wenn das Geld des Fonds aufgebraucht ist, bekommen Anleger trotzdem kein Geld ersetzt und verlieren ihr angelegtes Vermögen im schlimmsten Fall komplett.