Vergleichsportale für Gastarife verzeichnen in jüngster Vergangenheit ein zunehmendes Interesse. Immer mehr Menschen wollen ihre horrenden Gasrechnungen nicht mehr hinnehmen. Die Energiekosten steigen Jahr für Jahr, für Verbraucher bedeutet dies höher werdende monatliche Abschlagszahlungen und bei der Endabrechnung erhebliche Nachzahlungen. Es gibt also einen triftigen Grund, nach günstigeren Alternativen Ausschau zu halten.

Die Liberalisierung des Gasmarktes: Verbraucher können sparen

Die Möglichkeit, den Anbieter frei zu wählen, gibt es erst seit einigen Jahren. Zuerst wurde in Deutschland aufgrund einer EU-Richtlinie der Strommarkt liberalisiert, wenig später folgte der Gasmarkt. Die Konsequenz daraus ist, dass nun ein freier Wettbewerb besteht und sich Anbieter einen Preiskampf liefern. Verbrauchern eröffnet dies ein Einsparpotenzial. Voraussetzungen für die Realisierung dieses Potenzials sind aber Wechselwille und ein Gaspreisvergleich. An Wechselwillen mangelt es trotz steigender Tendenz immer noch. Viele Menschen schrecken davor zurück, weil sie den Aufwand fürchten. Dabei muss bei einem Wechsel nur ein Vertrag mit einem neuen Anbieter vereinbart werden. Dieser übernimmt dann die Kündigung des Altvertrages.

Einen preiswerten Tarif finden: der Gaspreisvergleich

Auch der Vergleich der Gastarife zuvor ist ein Kinderspiel, wenn dafür auf einen Gasrechner im Internet zurückgegriffen wird. Dieser sollte sich allerdings dadurch auszeichnen, dass er möglichst alle Anbieter berücksichtigt. Nur in diesem Fall ist gewährleistet, dass auch der tatsächlich preiswerteste Tarif gefunden wird. Die Bedienung eines solchen Vergleichsportals ist einfach. Es sind nur zwei Angaben vonnöten, nämlich die Postleitzahl sowie der Jahresverbrauch. Die Postleitzahl wird benötigt, um die in der Region aktiven Lieferanten zu identifizieren. Manche Anbieter beschränken sich auf bestimmte Gebiete, andere verkaufen im gesamten Bundesgebiet. Der Höhe des Jahresverbrauchs ist wichtig, um die genauen Kosten zu berechnen. Diese ergeben sich aus dem Tarif pro Kilowattstunde und der zu entrichtenden Grundgebühr pro Anschluss.

Welche Vertragsform ist zu bevorzugen?

Anhand dieser Angaben erhält ein User eine Liste mit Tarifen, die nach den anfallenden Jahreskosten geordnet ist. Nun muss er sich zwischen den verschiedenen Anbietern entscheiden und sollte dabei neben dem Preis weitere Vertragsmodalitäten berücksichtigen. Relevant sind die drei Komponenten Kündigungsfrist, Mindestvertragslaufzeit und Preisbindung. Wie diese Kriterien bewertet werden, hängt allerdings vom künftigen Verbraucherverhalten ab. Ist ein Verbraucher flexibel und möchte deswegen bei jedem preiswerteren Angebot zeitnah wechseln, sollte die Kündigungsfrist sehr kurz sein. Eine Mindestvertragslaufzeit sollte überhaupt nicht vorhanden sein. Ist ein Kunde mit den realisierten Einsparungen zufrieden und möchte sich für die nächsten Monate oder Jahre nicht mehr darum kümmern müssen, sind Kündigungsfristen und Mindestvertragslaufzeiten nicht so wichtig. Der dritte Aspekt, die Preisbindung, geht meist einher mit einer Mindestvertragslaufzeit. Der abgeschlossene Tarif wird in diesem Fall für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben. Angesichts weiter steigender Energiepreise ist dies meist vorteilhaft.

Steigende Beliebtheit von Biogas

Auf dem Strommarkt ist schon länger eine wachsende Nachfrage nach Ökostrom feststellbar, auf dem Gasmarkt bricht sich dies momentan in Form von Biogas Bahn. Ein Gaspreisvergleich zeigt, dass ein solch ökologisch bewusster Gasbezug nicht teurer sein muss als konventionelle Tarife.